Romain Lewis, alias rLewis

 

Romain Lewis alias rLewisEr ist zweifellos einer der talentiertesten seiner (jungen) Generation. Das erste Mal saß er mit nicht einmal 18 Jahren an einem echten Poker-Table und Romain Lewis hat nicht einmal vier Jahre gebraucht, um sich eine mehr als eindrucksvollen Poker-Lebenslauf zu erspielen. Sein bisher größter Erfolg ist dabei sein fantastischer zweiter Platz im FPS der PSC Monte-Carlo 2016. Aber auch online hat dieser aus dem Südwesten Frankreichs stammende Spieler schon für reichlich Aufsehen gesorgt. Ein Titel bei der Winamax Series und viele weitere Erfolge in den renommiertesten Turnieren auf unserer Seite belegen dies. Unterm Strich handelt es sich also um ein unglaubliches Talent, das es in dieser Form nicht oft gibt!

Für Romain Lewis hat alles mit einem Geschenk angefangen. „Meine Eltern haben mir einen Pokerkoffer geschenkt, als ich etwa zehn Jahre alt gewesen bin“ erklärt er. „Am Anfang war es wirklich wie ein Gesellschaftsspiel. Ich habe mit ihnen gespielt, meinen Cousins und meinen Großeltern.“ Sein fünf Jahre älterer Bruder war es, der das Ganze als Erster etwas ernster genommen hat. „Er hat Pokerabende mit seinen Kumpels organisiert, an denen ich auch mitspielen wollte, aber ich durfte nicht!“ Schließlich war es Zynga Poker, eine Spielgeld-Applikation auf Facebook, durch die Romain seine ersten echten Pokererfahrungen gesammelt hat. „Was habe ich mich dabei manchmal aufgeregt!“ gesteht er mit einem Lächeln. Relativ schnell folgten dann die ersten Partien mit Freunden. „Wir haben um Einsätze zwischen 1 und 5 € gespielt mit den Kumpels aus der Schule. Und wir haben es sehr ernst genommen! Hast du gewonnen, durftest du das den Anderen während der ganze Woche unter die Nase reiben. Mein Kumpel Willy und ich waren recht erfolgreich. Das hat uns dann immer ein kleines Extra-Taschengeld beschert.

Im Anschluss hat er es dem Tischtennis zu verdanken – einer Sportart, die er vereinsmäßig ausübt –, dass er sich stetig weiterentwickeln konnte. „Ein Typ der wusste, dass ich mich für Poker interessiere hat mich angesprochen und mir von Pokersphère erzählt, einem Verein für play money Spiele in der Region Bordeaux, wo man sich auch als Minderjähriger mit dem Einverständnis seiner Eltern anmelden konnte. Meine Mutter wollte nicht. Mit 18 Jahren und 3 Tagen war ich dann aber dort!Während eines Jahres hat Romain so also die Grundlagen des Live-Spiels gelernt, sich weiter verbessert und entscheidende Kontakte geknüpft. „Vor allem Jonathan Therme hat mich viel gecoacht. Eines Tages dann hat Ali, ein guter Kumpel, mir angeboten, mich bei einem DSO-Turnier im Casino von Gujan Mestras für 550 Euro komplett zu sponsern. Den eventuellen Gewinn wollten wir dann durch zwei teilen. Ich fand das damals total verrückt, habe aber akzeptiert und bin Zweiter geworden mit einem Gewinn von 20.000 Euro.“ Das erste starke Ergebnis, viele weitere sollten folgen.

Romain ist also 19 Jahre alt, das Abi in der Tasche und entscheidet sich dazu, sich an der Fakultät für Mathematik einzuschreiben, trotz seiner immer stärker werdenden Leidenschaft für Poker. Nach drei „seriösen“ Monaten nimmt er an einem weiteren DSO-Turnier teil… und erreicht erneut das Finale. Siebter Platz für ein Preisgeld von 9.000 Euro. Nach schwierigen Verhandlungen mit seinen Eltern hat er sich im Folgenden dazu entschlossen, das Poker-Abenteuer zu wagen. „Mein Vater war einverstanden, aber für meine Mutter war das unvorstellbar. Sie hat mich schon in Räumen voller Zigarrenrauch und Whiskygläsern gesehen.“ Nicht einfach, dass erste Kind zu sein, dass Pokerspieler werden will, nach einer älteren Schwester auf der Business School und einem großen Bruder, der Medizin studiert. Am Ende konnte sich Romain aber dann doch durchsetzen und ist mit dem Segen seiner Eltern in seiner erstes echtes Poker-Jahr gestartet…das nicht ganz so verlief, wie er es sich vorgestellt hat. „Egal ob live oder online, ich habe einfach überhaupt nicht mehr gewinnen können und mich schließlich für einen Kurs an der Bordeaux Business School eingeschrieben, den ich bestanden habe.“

Der Sommer des Jahres 2015 neigt sich also dem Ende zu und Romain weiß noch nicht, dass die ihm seine besten Wochen am Pokertisch bevorstehen. Nacheinander hat er einen neunten Platz in einem DSO-Turnier geholt (natürlich in Gujan), einen Sieg im berühmten WPO Irish-Poker in Dublin – bis heute sein einziger Titel und das „am verrücktesten Final Tables [seines] Lebens“ – und insbesondere einen vierten Platz im Main Event der WPT-National de Marrakech für 355.000 Dirhams. „Ich bin noch etwa vier Monate an der Uni geblieben, habe aber gezögert, meine Studiengebühren zu zahlen“ gesteht er lachend. Wegen seiner häufigen Abwesenheit hat er sich schließlich ein Ultimatum bis Anfang Dezember gesetzt: Entweder doch noch die Studiengebühren bezahlen oder aufhören. Wir alle kennen seine Entscheidung. „Direkt danach habe den zweiten Platz in einem Side Event für 2.200 Euro bei der EPT Prag belegt, für 80.000 Euro.“ Es lief!

Nach und nach wurde er zu einem echten Reg im europäischen Pokerzirkus und hat sich schnell mit anderen französischen Grindern angefreundet, wie etwa Clément Thumy, Hugo Lemaire, Louis Linard oder auch Guillaume Diaz aus dem Winamax Pro-Team. „Wir sind echte Freunde geworden! Ich habe von ihrer Erfahrung sehr profitiert, auch ganz stark von ihren Fehlern. Wir waren viel gemeinsam unterwegs, wir haben sogar während eines Monats zusammen auf Costa Rica gespielt. Das war wirklich super.“ Auch wenn er sich im März 2016 in Prag niederließ, hat Romain doch nie seine Wurzeln vergessen. „Meine Freunde vom Gymnasium und ich stehen uns immer noch sehr nahe, was mir enorm dabei geholfen, eine gewisses Gleichgewicht abseits des Pokerns zu behalten“. Zwischen zwei Turnieren nimmt sich der während seiner Kindheit neun Jahre lang in London lebende Romain immer noch gerne die Zeit, um seinen Lieblingsclub zu unterstützen, den Brentford Football Club. „Er ist ein Verrückter, er kennt sämtliche Lieder!“ erzählt uns sein neuer Teamkollege, Ivan Deyra.

Längst ist Romain auf dem Circuit bekannt und respektiert, und seit anderthalb Jahren führt er nun das Leben eines echten Pros. Im Gegensatz zu seinen Anfängen legt er nun viel Wert auf eine ausgeglichene Lebensführung und arbeitet extrem hart an seinem Spiel und ist ständig dabei, mit seinen Grinder-Freunden wie etwa Ivan Deyra, Adrien Delmas, Victor Choupeaux oder auch wieder einmal Guillaume Diaz, über neue Techniken zu diskutieren. Im Stile eines Davidi Kitai erzählt er: „ Es geht vor allem um Dinge, die nicht in den traditionellen Poker-Lehrbüchern stehen.“ – er ist überzeugt davon, dass es „noch mehr als das GTO-Spiel gibt. Man muss sich immer auch etwas Kreativität bewahren, um seine Gegner stets noch überraschen zu können.“

Eine Strategie, die bereits bestens funktioniert hat, so etwa bei der sechstens Ausgabe des „La Maison du Bluff“ oder auch zum wiederholten Mal in Marrakesch (Runner-up des Super High Roller der WPT-N für 30.000 €) sowie in Prag (4. der WPT für 39.000 €) und vor allem bei seinem bis jetzt größten Turniererfolg: einem zweiten Platz bei der PokerStars National Championship in Monte-Carlo für mehr als 127.000 €. All das neben zahlreichen Online-Erfolgen wie etwa vier Siegen beim Highroller und einem Titel bei Winamax Series seit November 2016. Ideale Voraussetzungen also, um bei den WSOP in Las Vegas so richtig anzugreifen, um es vielleicht sogar bis an den Final Table des Main Events am 20. Juli zu schaffen. „Ich habe in jedem Fall bereits eine gewisse Vorstellung – die Leute, die mir von Vegas erzählt haben, haben mir gesagt ab welchem Punkt es physisch und mental richtig schwierig wird –aber irgendwie hab‘ ich aus das Gefühl, dies bereits zu kennen. Und im Team Winamax motiviert mich natürlich umso mehr. Auf jeden Fall fliege ich nicht aus Spaß dorthin. Partys wird es nur geben, um Siege zu feiern!

Umgeben von neuen Kollegen, mit denen er fast ausschließlich bereits gut befreundet gewesen ist und die er ohnehin schon ein bisschen als seine eigene Familie ansieht wird Romain sicherlich dabei helfen, den eingeschlagenen und bereits extrem erfolgreichen Weg weiter fortzusetzen. Seid also auf der Hut, wenn ihr auf Winamax die Wege von „rLewis“ kreuzt.


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  •      Turniererfolge auf Winamax.fr

    05/2017 HIGHROLLER 300 € Gewinner (5.763 €)
    04/2017 W SERIES HIGHROLLER 10. (5.075 €)
    02/2017 HIGHROLLER 300 € 4. (2.701 €)
    01/2017 W SERIES Event 39 Gewinner (8.384 €)
    01/2017 GO FAST 50 € Gewinner (1.956 €)
    11/2016 HIGHROLLER 300 € Gewinner (15.480 €)
    11/2016 HIGHROLLER 300 € Gewinner (7.846 €)
    11/2016 HIGHROLLER 300 € Gewinner (4.344 €)
    11/2016 HIGHROLLER 300 € 3. (3.516 €)
    05/2016 HIGHROLLER 300 € 2. (7.323 €)
    05/2016 HIGHROLLER 300 € 6. (3.546 €)
    04/2016 MAIN EVENT - DAY 2 4. (9.596 €)
    11/2015 HIGHROLLER 300 € 2. (4.744 €)
    10/2015 HIGHROLLER 300 € 2. (8.948 €)
    10/2015 HIGHROLLER 300 € 2. (4.128 €)
    10/2015 HIGHROLLER 300 € 2. (2.907 €)
    09/2015 W SERIES Event 57 2. (18.003 €)
    08/2015 TOP 50 2. (2.558 €)
    01/2015 W SERIES Event 54 2. (5.524 €)

     

  •      Live-Turniererfolge

    04/2017 PSC National Championship - Monte Carlo 2. (127.385 €)
    12/2016 World Poker Tour - Prague 4. (39.120 €)
    09/2016 Word Poker Tour Marrakech - Super High Roller 2. (30.088 €)
    12/2015 FPS Enghien les Bains - High Roller 6. (15.700 €)
    12/2015 EPT Prague - NLHE 2 200 € 2. (79.390 €)
    09/2015 World Poker Tour - Marrakech 4. (355.000MAD)
    09/2015 WPO Dublin - The Famous WPO Irish Gewinner (4.695 €)
    09/2014 DSO - Gujan Mestras 2. (20.500 €)

     

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