Limit Texas Hold’em

Die zwei Key-Facts zum Limit Texas Hold’em:

  • Im Texas Hold’em bekommt jeder Spieler zwei Karten (Hole Cards) und muss mit diesen beiden Karten sowie den fünf Community Cards, die allen Spielern zur Verfügung stehen, die bestmögliche Hand bilden. Um diese bestmögliche Hand zu bilden, steht es jedem Spieler frei, entweder eine, zwei oder auch gar keine seiner Hole Cards zu benutzen und sie mit einer, zwei, drei, vier oder auch allen fünf Community Cards zu kombinieren.
  • Limit Texas Hold’em wird, wie der Name vermuten lässt, mit Limit gespielt. Dies bedeutet, dass die maximal möglichen Setzbeträge abhängig von der Größe des Pots sind. Anders als im No Limit Hold’em ist es also hier nicht möglich, jederzeit den gesamten Stack zu setzen.

Ranking der Hände

Im Folgenden stellen wir euch alle möglichen Hand-Kombinationen im Texas Hold’em vor, beginnend mit der bestmöglichen Hand. Nicht vergessen, im Texas Hold’em habt ihr insgesamt sieben Karten zur Verfügung um die bestmöglichste Hand mit fünf Karten zu bilden: Die beiden Hole Cards sowie fünf Community Ccards auf dem Tisch.

Straight flush (quinte flush)

1. Straight flush


Du hast einen Straight Flush, wenn deine Karten sowohl einen Flush als auch eine Straße bilden. Deine Karten müssen also eine Reihenfolge bilden und von derselben Farbe sein. Wenn zwei Spieler einen Straight Flush haben, gewinnt der Spieler, der die höchste Karte hält. Ein Straight Flush mit einem Ass als höchste Karte wird als Royal Flush bezeichnet: Es ist die bestmögliche Hand im Poker!

Four of a kind

2. Vierling


Vier Karten (Four of a Kind) desselben Rangs. Der stärkste Vierling besteht aus vier Assen und der schlechteste aus vier Zweien. Meistens reicht ein Vierling aus, um den Pot zu gewinnen, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass zwei Spieler einen Vierling haben. Jedoch kann es beim Texas Hold’em vorkommen, dass alle Spieler denselben Vierling haben. Zum Beispiel, wenn unter den Gemeinschaftskarten vier Buben sind. Dann entscheidet die fünfte Karte (der Kicker) über den Sieger der Hand.

Full house

3. Full House


Drei Karten desselben Rangs und zwei Karten eines anderen Rangs bilden ein Full House. Falls zwei Spieler ein Full House halten, entscheidet der höchste Drilling über den Sieg.

Flush

4. Flush


Fünf Karten derselben Farbe: Kreuz, Pick, Herz oder Karo. Wenn zwei Spieler einen Flush haben, gewinnt der Spieler mit der höchsten Karte den Pot. Kommt es wieder zu einem Unentschieden, entscheidet die zweit-, dritt-, viert- oder manchmal sogar fünfthöchste Karte über den Sieger.

Straight

5. Straight


Wenn deine 5 Karten eine Reihenfolge bilden, hast du eine Straße. Wenn zwei Spieler eine Straße haben, gewinnt die Straße mit der höchsten Karte. Ein Ass kann sowohl die niedrigste als auch die höchste Karte einer Straße sein. Ass-2-3-4-5 und 10-Bube-Dame-König-Ass (die höchstmögliche Straße) bilden jeweils gültige Straßen.

Three of a kind

6. Drilling


Ein Drilling (Three of a Kind) besteht aus drei Karten desselben Rangs. Drei Asse sind der bestmögliche Drilling. Wenn zwei Spieler denselben Drilling halten, wird der Kicker in Betracht gezogen, um einen Gewinner zu ermitteln.

Two pair

7. Zwei Paare


Ein Paar und noch ein Paar! Zum Beispiel: Zwei Könige und zwei Fünfen oder zwei Damen und zwei Siebenen. Wenn zwei Spieler zwei Paare haben, entscheidet das höchste Paar. Wenn zwei Spieler dasselbe hohe Paar halten, entscheidet das höchste zweite Paar. Und wenn zwei Spieler dieselben zwei Paare haben, entscheidet der Kicker, wer gewinnt.

Pair

8. Paar

Zwei Karten desselben Rangs, wobei Asse das höchste Paar sind und Zweien das schlechteste. Wenn zwei Spieler dasselbe Paar halten, entscheiden ein oder mehrere Kicker.



9. Höchste Karte

Das schlechteste Pokerblatt ist die hohe Karte. Du hast eine hohe Karte, wenn du mit deinen fünf Karten keine andere Kombination bilden kannst. Wenn zwei Spieler nur eine hohe Karte haben, entscheidet die beste hohe Karte, wobei das Ass die beste Karte ist und die 2 die schlechteste.

Bei Gleichstand werden die nächsthöchsten Karten in Betracht gezogen, um einen Gewinner zu ermitteln. Zum Beispiel: Ass-König-Bube-5-2 schlägt Ass-König-Bube-4-2.

So wird gespielt


Die Blinds

Eine Hand im Texas Hold’em beginnt mit dem Bezahlen von Pflichteinsätzen, den „Blinds”. Der Spieler links vom Dealer muss den Small Blind bezahlen. Der Spieler links vom Small Blind muss ebenfalls einen Pflichteinsatz – den Big Blind – zahlen. Der Big Blind ist meist doppelt so hoch wie der Small Blind.


Die Ausgangslage

Texas Hold’em wird mit höchstens neun Spielern gespielt. Jeder Spieler erhält zwei Hole Cards.


Die Setzrunden und die Gemeinschaftskarten

Die erste Setzrunde beginnt mit dem Spieler links vom Big Blind. Jeder Spieler hat die Möglichkeit zu callen (also den vorher gemachten Einsatz ebenfalls zu setzen), zu raisen (den vorherigen Einsatz erhöhen) oder zu folden (die Hand zu verlassen). Gespielt wird im Uhrzeigersinn.

Limit Texas Hold’em wird mit Limit gespielt: Die Höhe der Einsätze und Raises ist limitiert und im Vorfeld festgelegt. In der ersten Setzrunde wir dieser Betrag Small Bet genannt und entspricht dem Small Blind. In der ersten Setzrunde ist die Anzahl der Raises auf drei begrenzt: Raise (1), Re-Raise (2), letztes Raise (3).

Die erste Setzrunde endet, wenn der größte vorherige Einsatz von einem oder mehreren Spielern gecalled wurde. Wenn der Raise eines Spielers von keinem Spieler gecalled wird, so gewinnt der Spieler, der geraist hat den Pot, ohne seine Karten zeigen zu müssen. Diese Regel gilt während der gesamten Hand.

Die zweite Setzrunde beginnt nach dem Flop: Drei Community Cards, die offen auf den Tisch gelegt werden. Diese drei Community Cards können von allen Spielern genutzt werden, um gemeinsam mit den beiden eigenen Karten, die bestmögliche Hand mit fünf Karten zu bilden.

Der erste Spieler, der eine Entscheidung treffen muss, ist der Spieler links vom Button. Jeder Spieler kann setzen (Bet), erhöhen (Raise) oder passen (Fold). Gespielt wird wiederum im Uhrzeigersinn. Wie in der ersten Setzrunde, ist die Höhe der Einsätze und Raises entsprechend dem Betrag des Small Blinds begrenzt. Für alle weiteren Setzrunden; beträgt die Anzahl der maximal möglichen Raises vier: Einsatz (1), Raise (2), Re-Raise (3), letztes Raise (4). Wie im No Limit Texas Hold’em ist es möglich, zu checken (keinen Einsatz zu machen), sofern vorher noch kein Spieler einen Einsatz gemacht hat. Wenn ein oder mehrere Spieler einen Einsatz machen, nachdem ein Spieler gecheckt hat, so ist wiederum Letzterer an der Reihe und kann entweder folden, callen oder raisen. Wenn alle Spieler gecheckt haben, beginnt sofort die nächste Setzrunde.

Die dritte Setzrunde beginnt mit einer weiteren Community Card, dem Turn ebenso wie der Flop steht diese Karte allen Spielern zur Verfügung.

Der erste Spieler der in dieser dritten Setzrunde agieren muss, ist der Spieler links vom Button. Die Einsätze und Raises sind jetzt in der Höhe der Big Bet begrenzt, dem doppelten Betrag der Small Bet. Sobald die dritte Setzrunde vorüber ist, beginnt sofort die vierte und letzte Setzrunde mit dem River: Eine weitere offene Community Card, die allen noch in der Hand befindlichen Spielern zur Verfügung steht.

Hier ist nun wieder der Spieler links vom Button derjenige, der zuerst eine Entscheidung treffen muss. Der Betrag der Einsätze und Raises entspricht der Big Bet.


Showdown

Sobald alle Einsätze in der vierten Setzrunde gecalled wurden, kommt es zwischen allen noch in der Hand befindlichen Spielern zum Showdown. Der letzte Spieler, der geraist hat, muss seine Karten zuerst aufdecken. Wenn in der letzten Setzrunde keine Einsätze gemacht worden sind, muss zuerst der Spieler links vom Button seine Karten aufdecken. Die Hände werden dann im Uhrzeigersinn aufgedeckt.

Gewonnen hat der Spieler, mit der besten Handkombination aus fünf Karten gemäß der oben beschriebenen Hierarchie der Hände. Haben mehrere Spieler eine gleich starke Hand, so wird der Pot unter diesen Spielern aufgeteilt. Im Anschluss beginnt die nächste Hand.